Im eigenen Zuhause alt werden: Warum so viele Seniorinnen und Senioren bleiben möchten
Hamburg & Elmshorn
Für viele Menschen ist das eigene Zuhause weit mehr als „nur“ eine Wohnung: Es ist ein vertrauter Ort, an dem Erinnerungen hängen, an dem Routinen Sicherheit geben und an dem Selbstständigkeit gelebt werden kann. Kein Wunder also, dass der Wunsch, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu bleiben, bei älteren Menschen besonders stark ist – und durch Studien klar bestätigt wird.
Der klare Wunsch: Zuhause bleiben – auch wenn Unterstützung nötig wird
Eine Untersuchung der Allianz Baufinanzierung unter Immobilienbesitzerinnen und -besitzern ab 60 Jahren zeigt ein deutliches Bild: 63 % der Befragten möchten in jedem Fall in der eigenen Immobilie wohnen bleiben – selbst dann, wenn die Betreuung durch eine Pflegekraft erforderlich wäre. Bei den über 70-Jährigen ist der Wunsch sogar noch ausgeprägter: 66 % können sich nicht vorstellen, ihr Zuhause je zu verlassen.
Gleichzeitig wird auch deutlich: Ein Umzug in eine Pflegeeinrichtung ist für viele eher eine „Notlösung“ als ein Ziel. Laut Allianz schließen zwar rund 25 % nicht aus, im Fall der Fälle in eine Seniorenresidenz oder ein Altersheim zu ziehen – aber der Grundwunsch bleibt: so lange wie möglich selbstbestimmt zu Hause leben.
Viele Hochaltrige sind erstaunlich selbstständig – und möchten das auch bleiben
Auch die Studie „Hohes Alter in Deutschland“ (D80+) unterstreicht, wie viel Eigenständigkeit im hohen Alter vorhanden ist: Rund 61 % der über 80-Jährigen benötigen keine oder fast keine Hilfe im Alltag und bewältigen die täglichen Aktivitäten weitgehend aus eigener Kraft.
Spannend ist dabei auch der Blick aufs Umfeld: Viele Hochaltrige fühlen sich eng mit ihrer Wohnumgebung verbunden und haben Vertrauen in ihre Nachbarschaft. Das spricht dafür, dass „Zuhause“ nicht nur aus vier Wänden besteht, sondern auch aus einem sozialen Netz, das Stabilität geben kann.
Wo der Alltag schwieriger wird: Hürden sind oft ganz praktisch
So klar der Wunsch nach dem Verbleib in der eigenen Wohnung ist – so real sind manchmal die Herausforderungen. Die D80+-Ergebnisse zeigen beispielsweise: Barrierefreie Wohnungen sind bei Hochaltrigen eher die Ausnahme. Nur 9,1 % haben demnach keine Hindernisse wie Treppen.
Und genau hier entsteht häufig ein Spannungsfeld: Man möchte zu Hause bleiben, aber manche Aufgaben werden beschwerlicher – sei es das Tragen von Einkäufen, der Weg zum Arzt, längere Wege zu Fuß oder schlicht das Gefühl, im Alltag nicht allein sein zu müssen.
Unterstützung, die Selbstständigkeit erhält
Oft braucht es gar keine großen Veränderungen, sondern verlässliche, menschliche Unterstützung im Alltag, damit der Wunsch „Zuhause bleiben“ auch wirklich lebbar bleibt. Entlastung kann zum Beispiel so aussehen:
Begleitung beim Einkauf oder zu Terminen
Gemeinsame Spaziergänge und Aktivität
Gesellschaft und Gespräche gegen Einsamkeit
Struktur und Unterstützung im Alltag
Entlastung für Angehörige
Solche Hilfen sind häufig der entscheidende Unterschied: Nicht „abgeben müssen“, sondern weiter selbstbestimmt leben können – mit Unterstützung dort, wo sie gebraucht wird.
Amicura Alltagshilfe: Damit Zuhause Zuhause bleibt
Wenn du dir für dich selbst oder für einen Angehörigen Unterstützung wünschst, kann Amicura Alltagshilfe dabei helfen, passende Alltagsbegleitung zu finden – einfühlsam, zuverlässig und auf den individuellen Bedarf abgestimmt. So kann der Alltag leichter werden, ohne dass man sein vertrautes Zuhause aufgeben muss.
Quellen:
